Führung
Das richtige Mindset für Mitarbeitergespräche & Beurteilungsfehler umgehen
Beschreibung
Du führst Gespräche, aber unbewusste Annahmen und Denkfehler beeinflussen, wie du Mitarbeitende wahrnimmst und beurteilst? Genau hier entstehen Missverständnisse und Fehlentscheidungen.
In diesem Micro-Learning lernst du, wie dich X- & Y-Theorie sowie typische Beurteilungsfehler prägen und wie du Gespräche bewusster und fairer führst.
Was hast du davon?
- Objektivere Einschätzungen von Mitarbeitenden
- Mehr Klarheit über deine eigene Haltung
- Professionellere und wirkungsvollere Gespräche
25 Minuten
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Texte
Grafiken
Transferaufgabe
Wann immer du Gespräche mit deinen Mitarbeitenden führst, spielen auch deine Voreinstellungen und Werte eine Rolle. Diese können uns bewusst sein; manchmal führen sie jedoch dazu, dass wir unsere Mitarbeitenden unbewusst in eine Schublade stecken und unser Führungsverhalten danach ausrichten.
Die X & Y Theorie erklärt dies anschaulich.
Theorie X
- Der Mensch hat eine angeborene Abneigung gegen Arbeit und wird sie deshalb - so weit wie möglich - vermeiden.
- Der Mensch vermeidet Verantwortung.
- Aufgrund der Abneigung gegen Arbeit müssen Mitarbeitende gezwungen, kontrolliert, geführt und mit Strafandrohung bedroht werden. Erst dann leisten sie positive Beiträge zur Erfüllung der Organisationsziele.
Theorie Y
- Physische und geistige Anstrengungen bei der Arbeit sind natürlich wie Spielen oder Schlafen. Daher sieht der Mensch Arbeit als Bestandteil seiner Lebenserfüllung und natürliches Bedürfnis.
- Der Mensch sieht die Arbeit als Quelle der Zufriedenheit und strebt nach Selbstverwirklichung.
- Aufgrund dessen ist das Schaffen von Bedingungen für mehr Selbstverantwortung Aufgabe der Führung.
Schaue auf dein Team:
Wen siehst du eher bei X und wen eher bei Y?
Schaue nun genauer hin und reflektiere:
Welche Momente kommen dir in den Sinn, wo deine X-Mitarbeitenden doch Y-Verhalten zeigen und wo deine Y-Mitarbeiten eher X-Verhalten zeigen?
Dir fallen keine Momente ein? Beobachte in den nächsten Wochen deine Mitarbeitenden und fokussiere dich auf das Verhalten, das deiner Einschätzung gegenüber dem Mitarbeitenden widerspricht. Halte diese Momente schriftlich fest und nutze gegebenenfalls ein anlassbezogenes Mitarbeitergespräch, um diese Diskrepanz zu besprechen.
10 Minuten
Beurteilungsfehler
Wenn du ein Mitarbeitergespräch führst, wirst du deine Mitarbeitenden beurteilen. Um dabei so objektiv wie möglich zu sein, ist es wichtig Beurteilungsfehler zu vermeiden. Eine Auswahl der häufigsten Beurteilungsfehler findest du im Folgenden. (Vielleicht ertappst du dich selbst bei dem Ein oder Anderen.)
Serviceliste
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Logischer FehlerListenelement 1
führt bestimmte Eigenschaften zusammen, die nicht zwingend vorhanden sind.
Beispiele:
Positiver logischer Fehler
Wenn ein Mitarbeitender Fachexperte auf seinem Gebiet ist, dann ist er auch effektiv im Abarbeiten seiner Aufgaben & für Kollegen ansprechbar.
Negativer logischer Fehler
Wenn eine Mitarbeitende wiederholt zu spät zum Meeting kommt, ist sie auch unzuverlässig & überfordert.
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Halo EffektListenelement 2
Überstrahlung einer bestimmten Eigenschaft
Ein typisches Beispiel für einen Halo-Effekt ist, wenn eine Führungskraft die Leistungen eines extrovertierten Mitarbeitenden höher bewertet, als sie es objektiv im Vergleich mit den Leistungen der anderen Mitarbeitenden wären, weil seine extrovertierte Art alles andere (auch seine Fehler) "überstrahlt".
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Pygmalion EffektListenelement 3
Gute Erwartungen bewirken gute Leistungen und umgekehrt (selbsterfüllende Prophezeiung)
Positiver Pygmalion Effekt
Positive Erwartungen in Bezug auf das Verhalten und die Leistung von Mitarbeitenden wirken sich auf deren tatsächliche Leistungen und Entwicklungen aus.
Negativer Pygmalion Effekt
Ich traue meinem Mitarbeitenden dieses Projekt nicht zu. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass ich Recht hatte.
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Recency EffektListenelement 4
frische Eindrücke bleiben besser haften und zählen bei Beurteilungen mehr als ältere
Wenn das Mitarbeitergespräch am Ende des Jahres durchgeführt wird, neigen Führungskräfte dazu, Beispiele für besonders gute bzw. schlechte Leistungen aus den 2 bis 3 Vormonaten zu wählen, da sie noch präsent sind. Besondere Leistungen in den ersten Monaten des Jahres fallen runter, da sie nicht mehr so erinnert werden.
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Lorbeer Effekt
einmal in der Vergangenheit geerntete „Lorbeeren“ werden dem Mitarbeitenden jedes Jahr zugeschrieben
Meine Mitarbeiterin hat vor 3 Jahren dieses besonders schwierige Projekt erfolgreich abgeschlossen. Auch wenn es im jetzigen Beurteilungszeitraum nichts Vergleichbares gab, gebe ich ihr trotzdem eine herausragende Bewertung.
Dies war die Demo eines Microlearnings aus einem unserer verschiedenen Kompetenzbereiche.
Weitere Themen:
Konflikte im Team: Was tun?
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